Die Landeshochschulkoordination für Sprach- und Übersetzungsdienstleistungen Rheinland-Pfalz (LSÜ) ist an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz angesiedelt und stellt den staatlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Sprach- und Übersetzungsdienstleistung zur Verfügung. Ziel ist es, Sprachbarrieren abzubauen, die Willkommenskultur für internationale Studierende und Mitarbeitende zu stärken und den Hochschulstandort Rheinland-Pfalz im internationalen Wettbewerb besser sichtbar zu machen.

Der Aufbau der Stelle an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz gefördert. Auf dieser Basis entsteht eine landesweite Koordinationsstelle, die allen staatlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz offensteht und als zentrale Anlaufstelle für mehr- und vor allem englischsprachige Kommunikation dient.

Die Landeshochschulkoordination unterstützt die Hochschulen in Rheinland-Pfalz dabei, ihre Internationalisierungsstrategien sprachlich umzusetzen und zentrale Informationen verlässlich mehrsprachig zur Verfügung zu stellen. Im Mittelpunkt stehen dabei:

Die Landeshochschulkoordination unterstützt die Internationalisierung der Hochschulen in Rheinland-Pfalz mit folgenden Services:

  • Zentrale Übersetzungs- und Proofreading-Leistungen
    Aufbau eines hochschulübergreifenden Übersetzungs- und Proofreading-Services für zentrale Dokumente und Informationsmaterialien ins Englische.
  • Gemeinsamer Pool an Übersetzungen und Mustervorlagen
    Bereitstellung bereinigter Übersetzungsversionen, Musterübersetzungen und Textbausteine über eine zentrale Plattform, die von allen rheinland-pfälzischen Hochschulen genutzt werden können.
  • Terminologie & Stilrichtlinien
    Aufbau eines Online-Wörterbuchs für hochschulspezifische Terminologie sowie von Stilrichtlinien, um konsistente und qualitativ hochwertige Übersetzungen zu sichern.
  • Schulungen
    Regelmäßige Schulungen – unter anderem zum Einsatz von KI-gestützten Übersetzungstools – sowie Beratung zu Organisation, Qualitätssicherung und effizientem Einsatz von Sprach- und Übersetzungsleistungen an Hochschulen.
  • Individuelle Beratungen
    Unterstützung und Beratung bei eigenen Übersetzungsvorhaben (z. B. gezielter Einsatz von KI beim Übersetzen oder Überblick zu passenden externen Dienstleistern bei größeren Aufträgen) – nach Abstimmung schriftlich oder telefonisch.
  • Erprobung neuer Technologien
    Die Landeshochschulkoordination versteht sich als Kompetenzzentrum für den Einsatz generativer KI in Übersetzungsprozessen an Hochschulen in Rheinland-Pfalz.

Aktuell liegt der Fokus der Landeshochschulkoordination auf der Übersetzung von landesweit genutzten Texten, um einen breiten und spürbaren Mehrwert für alle Hochschulen zu erzielen. Priorisiert werden daher standardisierte Verwaltungstexte mit hochschulübergreifender Relevanz, zum Beispiel:

  • Dokumente für das Landesamt für Finanzen RLP,
  • Ordnungen und Satzungen,
  • Vereinbarungen und Verträge,
  • datenschutzrechtliche Dokumente,
  • Einstellungsunterlagen und
  • Dokumente mit Bezug zum Landesrecht.

In erster Linie unterstützen wir Abteilungen und Einrichtungen wie

  • Hochschulleitungen,
  • International Offices,
  • Studierendenservices,
  • Personalabteilungen und
  • Prüfungsämter.

Melden Sie sich auch mit Anliegen außerhalb dieser Bereiche. Die Landeshochschulkoordination berät Sie auf Wunsch individuell bei Ihren Übersetzungsvorhaben – nach Abstimmung schriftlich oder telefonisch.

Die Landeshochschulkoordination nutzt und erprobt generative KI als Tool moderner Übersetzungsprozesse. Ziel ist nicht, menschliche Expertise zu ersetzen, sondern KI dort einzusetzen, wo sie Abläufe effizienter machen kann.

Aktuell befinden wir uns im Aufbau einer KI-gestützten Übersetzungsumgebung. Geplant sind unter anderem:

  • Praxistaugliche Prompt-Vorlagen für typische Übersetzungsaufgaben
  • Klare Workflows für das Post-Editing und die Qualitätssicherung von KI-Ergebnissen
  • Ein hochschulspezifisch trainiertes Sprachmodell auf Basis vorhandener Texte aus der Hochschulverwaltung

Die Landeshochschulkoordination versteht sich dabei als Kompetenzzentrum für den verantwortungsvollen Einsatz generativer KI in Übersetzungsprozessen an Hochschulen in Rheinland-Pfalz.

Die Landeshochschulkoordination schafft Mehrwert für alle staatlichen Hochschulen in Rheinland-Pfalz:

  • Weniger Doppelarbeit: Übersetzungen, Mustertexte und Textbausteine können landesweit genutzt werden, statt an jedem Standort neu erstellt zu werden.
  • Höhere Qualität: Professionell geprüfte Übersetzungen und einheitliche Terminologie verringern Missverständnisse und Unsicherheiten.
  • Mehr Internationalität: Verlässlich verfügbare englischsprachige Informationen stärken Willkommenskultur und internationale Sichtbarkeit.
  • Sicherer Einsatz von KI: Schulungen und Beratung ermöglichen einen reflektierten Umgang mit KI-basierten Übersetzungstools in der Verwaltung.

Wenn Sie Fragen zur Landeshochschulkoordination haben oder prüfen möchten, ob wir ein bestimmtes Vorhaben unterstützen können, kontaktieren Sie uns.

Bei Übersetzungen achten wir insbesondere auf die Zielgruppe sowie auf terminologische und stilistische Einheitlichkeit. Wir nutzen Übersetzungssoftware, die mit Translation Memories (vorherigen Übersetzungen) sowie Term-Datenbanken (Glossaren) ausgestattet ist, und gewährleisten so konsistente und präzise Übersetzungsergebnisse.

Die Bearbeitungszeit hängt neben der aktuellen Auslastung auch von der Länge Ihres Textes und dem Fachlichkeitsgrad der Übersetzung ab.

Für große oder dringende Projekte können externe Übersetzungsdienste empfohlen werden.

Schicken Sie uns bitte ungeschützte Dateiformate und geben Sie bei der Auftragserteilung Folgendes an:

  • Übersetzung oder Proofreading?
  • Bis wann benötigen Sie die Texte?
  • British English oder American English?
  • Gibt es spezielle Terminologie, die wir beachten sollen?
  • Können Sie Referenzdokumente bereitstellen?
  • Bei Proofreadings: Wer hat die Übersetzung angefertigt? (DeepL, Hiwi, Muttersprachler)

Landesweite Übersetzungskoordinationsstellen wurden bereits in anderen Bundesländern erprobt. Darunter die Landes­koordinations­stelle für Über­setzungs­angelegenheiten im Hochschul­wesen Baden-Württemberg an der Universität Mannheim, die Bayerische Servicestelle für englische Verwaltungs­dokumente BaySev an der Universität Erlangen-Nürnberg und in Mecklenburg-Vorpommern die Zentrale Über­setzerstelle an der Universität Greifswald. Zuletzt hat Nordrhein-Westfalen 2026 die Landeskoordinationsstelle für Übersetzungsangelegenheiten im Hochschulwesen an der Universität Bonn eingerichtet.